Duisburg ist auch eine Kulturmetropole. Denn mitten in dieser oft unterschätzten Stadt, unweit des Hauptbahnhofs lockt eines der weltweit interessantesten Museen für plastische Kunst in einem eigenen Park – das Lehmbruck-Museum. Wie der Name andeutet, ist es Wilhelm Lehmbruck gewidmet, einem Meidericher Arbeitersohn, der um die Wende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Bildhauer seiner Zeit wurde. Hervorgegangen ist das Museum aus dem Duisburger Kunstmuseum von 1929. Der Museumsbau im Immanuel-Kant-Park wurde von Lehmbrucks Sohn Manfred entworfen und ab 1964 in mehreren Abschnitten eröffnet.

Der Lehmbruck-Trakt des Museums (Quelle: Wikimedia)

Der Lehmbruck-Trakt des Museums (Quelle: Wikimedia)

Den Kern der Sammlung bilden die Plastiken Wilhelm Lehmbrucks und die Arbeiten vieler anderer Künstler des 20. Jahrhunderts. 2009 gingen mehr als 1.100 Werke, die zuvor als Leihgaben im Bestand waren, in den Besitz des Museums über. Auch die Sammlung deutscher Malerei aus Lehmbrucks Zeit mit Gemälden der Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Otto Mueller sowie Gemälden der Expressionisten August Macke, Alexej von Jawlensky, Oskar Kokoschka, Emil Nolde, Heinrich Campendonk, Christian Rohlfs und Johannes Molzahn gehören ebenfalls dazu, außerdem Gemälde der Bauhaus-Schule, von Max Beckmann und Ernst Wilhelm Nay, sowie Fotografien und Druckgraphiken ergänzen die Sammlung.

Google-Map: Lage des Lehmbruck-Museums

Google-Map: Lage des Lehmbruck-Museums

In der Skulpturensammlung des Museums sind viele wichtige Künstler und Kunstrichtungen des 20. und 21. Jahrhunderts vertreten: Alexander Archipenko, Ernst Barlach, Joseph Beuys, Hermann Blumenthal, Constantin Brâncuși, Eberhard Bosslet, Christo, Abraham David Christian, Salvador Dalí, Raymond Duchamp-Villon, Max Ernst, Naum Gabo, Alberto Giacometti, Julio González, Duane Hanson, Antonius Höckelmann, Menashe Kadishman, Käthe Kollwitz, Ludwig Kasper, Henri Laurens, Jacques Lipchitz, Ewald Mataré, Franz Marc, László Péri, Antoine Pevsner, Pablo Picasso, Alexander Michailowitsch Rodtschenko, und Richard Serra.

Absolutes Highlight – neben dem Museum und seiner aufsehenerregenden Architektur – ist der Skulpturengarten mit seinen über 40 Werken weltweit anerkannter Bildhauer. Das Lehmbruck-Museum ist aber vor allem bekannt für seine sorgfältig kuratierten Ausstellungen und sein weithin bekanntes Angebot an Führungen und Vermittlungsveranstaltungen für Gruppen. Hinweis (5. Mai 2020): Wegen der Corona-Krise war das Museum aktuell geschlossen, hat aber im Zuge der Lockerungen am heutigen Tag (5.5.2020) wiedereröffnen; Veranstaltungen finden allerdings zurzeit nicht statt.

Öffnungszeiten und Preise:

Dienstag-Freitag 12-17 Uhr
Samstag, Sonntag 11-17 Uhr
Montag geschlossen

Einzelkarte: 9 EUR, ermäßigt 5 EUR (*)
Familienkarte: 15 EUR (2 Erwachsene + Kinder bis 14 Jahre)
Kinder bis 14 Jahre in Begleitung von Angehörigen sowie Begleiter*innen von blinden Menschen und Menschen mit Demenz: freier Eintritt
Jahreskarte: 35 EUR, ermäßigt 20 EUR (*)

Schulklassen und Kindergärten pro Person (auch Betreuer*innen):
2 EUR (ohne Führung)

(*) Ermäßigung erhalten gebuchte Gruppen, Gruppen ohne Führung ab 20 Personen, Menschen mit Behinderung (ab 70%), Schüler*innen & Student*innen, Auszubildende und Menschen mit Sozialhilfebezug.

Jeden 1. Freitag im Monat gilt: „Pay what you want!“ – Legen Sie Ihren Eintritt selbst fest!
Ausgenommen davon sind angemeldete Gruppen.

Anfahrt und Kontakt:

Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg

Das Lehmbruck Museum liegt im Zentrum der Stadt im Kantpark (500 Meter fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt) und ist mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, die in der Innenstadt fahren, erreichbar (Haltestelle „Lehmbruck Museum“). Dank der zentralen Lage ist das Lehmbruck Museum auch für Bahnreisende schnell und bequem zu erreichen. Vom Düsseldorfer Flughafen verkehren mehrmals stündlich Züge der Deutschen Bahn, mit dem Regionalverkehr dauert die Fahrt ca. zehn Minuten.

Mit dem Auto erreichen Sie das Museum über die A3 (Köln-Oberhausen), die A40 (Venlo-Dortmund) oder die A59 (Dinslaken-Duisburg). Bitte beachten Sie, dass das Museum keine eigenen Parkplätze hat; es befinden sich jedoch etliche – teils kostenpflichtige – Parkplätze an der Düsseldorfer Straße und in der näheren Umgebung.

T: +49 (0)203 283-3294
F: +49 (0)203 283-3892
tickets@lehmbruckmuseum.de

[Bildnachweis – Titelbild: itter via Lehmbruck-Museum; Lehmbruch-Trakt Leonce49 = Hans Weingartz via Wikimedia unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 DE]

Teilen:
Download PDF

Antworten