Ob der Neusser Sporthafen neben der Erftmündung wirklich noch zu Grimlinghausen oder doch eher zu Gnadental zählt, darüber mögen sich die Lokalpatrioten streiten. Fest steht, dass diese kleine Marina nicht bloß ein veritables Wassersportzentrum am linken Rheinufer ist, sondern ein beinahe idyllischer Ort der Ruhe und Erholung. Dabei war das kleine rechteckige Hafenbecken den benachbarten Neussern ein Dorn im Auge, denn dort betrachtete man den Grimlinghäuser Hafen als Konkurrenz.

Google-Map: der Sporthafen Neuss-Grimlinghausen

Google-Map: der Sporthafen Neuss-Grimlinghausen

Wie wir heute wissen, haben sich die alte Römerstadt und das ehemaligen Fischerdorf gut miteinander arrangiert, sodass die Neusser kein Problem damit haben, vom Sporthafen Grimlinghausen zu sprechen, die weniger eine Marina ist als ein Tummelplatz für Segler, Ruderer und Kanusportler. Gleich sechs Clubs – teils mit mehr als hundertjähriger Tradition – haben hier ihr Domizil. Von hier aus begehen die Yachten das jährliche Ansegeln, hier starten die Ruderboote, Kajaks, Kanus und Kanadier zu ihren Ausfahren, aber hier wird auch der Nachwuchs ausgebildet. Nur wenige Motorboote haben hier ihren angestammten Liegeplatz.

Das Restaurant am Rhein des Neusser Rudervereins (Foto: Restaurant am Rhein)

Das Restaurant am Rhein des Neusser Rudervereins (Foto: Restaurant am Rhein)

Spaziergänger haben ihre Freude daran, den Sporthafen von der Rheinallee kommend und die Erftmündung anstrebend, das Hafenbecken zu umrunden, zumal sich hier eine wunderbare Gelegenheit für eine Pause bietet. Die Terrassen des Restaurants am Rhein zählen in der warmen Jahreszeit zu den schönsten Plätzen am linken Rheinufer zwischen Dormagen und Uerdingen. Hier kann man sitzen und die Schiffe auf dem Strom beobachten, dem Treiben im Sporthafen zuschauen und es sich einfach gut gehen lassen. Die Speisekarte lädt außerdem dazu ein, einen lauen Sommerabend bei gutem Essen und feinen Getränken zu verbringen.

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